18. März 1916

Holzapfel in der „Kölner Zeitung“ von 1938

Holzapfel in der „Kölner Zeitung“ von 1938

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Ereigniserzählung

Josef Holzapfel in einem Interview in der „Kölner Zeitung” vom 22. April 1938: „Die Offiziere schliefen in Eisenbahnwaggons, und wir anderen schliefen in Zelten in der Nähe der Flugzeuge. Wir hatten es uns recht bequem gemacht, vor allem weil es nicht so heiß war wie in den Eisenbahnwaggons. Eines Tages kam Richthofen zu uns und fragte, ob er in unserem Zelt schlafen könne. Er wollte wissen, ob er die anderen nicht stören würde und ob sie damit einverstanden wären. Auch wenn die anderen natürlich begeistert reagierten, hatte Richthofen das starke Gefühl, dass sich die Männer in seiner Gegenwart nicht so frei fühlen würden wie allein. Und so kam es: Eines Nachts stolperte der diensthabende Unteroffizier im Dunkeln über das Abspannseil, und eine Wasserlache, die sich in der Plane angesammelt hatte, ergoss sich über Richthofen, der in der Nähe des Eingangs kampierte. Klatschnass rief er seinen Ordonnanzoffizier, ließ seine Sachen zum Eisenbahnwagen zurückbringen und sagte lachend: „Die sind in Ordnung, die Jungs, sie haben mich auf anständige Weise losgeworden.“ Holzapfel fuhr fort: „Verstehen Sie das nicht falsch ... Er war in unseren Augen ‚der Baron‘, er war Offizier, ich der Untergebene. Aber er benahm sich überhaupt nicht so. Er ging großartig mit uns um. Und das ermöglichte es uns, Höchstleistungen zu erbringen.“

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