27. März 1918

Ich ziehe mir eben einige Kanonen groß

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Ich ziehe mir eben einige Kanonen groß

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Ereigniserzählung

"Am Abend treffen beim Geschwader zwei neue Offiziere ein, der Leutnant Weiß, Student einer technischen Hochschule, und der Leutnant Wenzl Richard. Auch diese beiden hatte sich Richthofen selber ausgesucht. Er wußte warum. Den Leutnant Wenzl begrüßte er mit einem ganzen Programm in wenigen Sätzen: "Na, nun haben wirs also doch geschafft, daß Sie hierher gekommen sind. Was? Sie sind zur Staffel 11 versetzt und kommen da in einen netten Kameradenkreis, in dem Sie sich sicher wohl fühlen werden. Sie fliegen demnach Dreidecker. Maschinen sind genug da, an Munition fehlts auch nicht. Sie haben also Gelegenheit. Ich ziehe mir eben einige Kanonen groß." Und wandte sich, um schlafen zu gehen. Kämpfen, essen, schlafen, das war der triebhafte Dreiklang, der sein Leben an der Front ausmachte. Wer von ihm sagte, daß er ein Raubtier herrlichster Klasse sei, gebrauchte zwar einen etwas literarischen Vergleich, aber in einem gewissen edelsten Sinne traf das zu. Nur in dieser Weise innerlich und äußerlich geformte Männer, ohne Nerven, ohne Sentimentalität, konnten in einem solchen übermenschlichen Ausmaße Führer gleichgeformter Männer sein."

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