6. Juli 1917

Kurz nach der Bruchlandung

Kurz nach der Bruchlandung

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Ein Leutnant in einem etwa eine Meile entfernten Luftbeobachtungsposten hatte Richthofens Sturz durch sein Fernglas gesehen und eilte zu der Stelle unter den beiden kreisenden Aufklärern. Als er und ein Unteroffizier Richthofen erreichten, fanden sie ihn bewusstlos vor. Nachdem sie seinen Kragen geöffnet und den durchnässten Helm abgenommen hatten, versorgten sie die Wunde mit einem Feldverband. Woodbridges Kugel hatte eine zehn Zentimeter lange Wunde in Richthofens Kopf hinterlassen, die so tief war, dass nach dem Abwaschen des Blutes sein Schädel deutlich zu sehen war. Ebenso mehrere Knochensplitter. Während der Soldat nach einem Feldtelefon lief, trafen weitere Soldaten ein. Richthofen kam wieder zu Bewusstsein und man bot ihm Cognac an. Er lehnte ab und wollte lieber Wasser. Als der Krankenwagen eintraf, war der rote Kampfpilot kreidebleich, hatte hohes Fieber und fühlte sich abwechselnd heiß und kalt. Als der Krankenwagen Menin, den Standort der nächsten Sanitätsstation, erreichte, fragte er, wo er sei. Der Sanitätsoffizier, der rangmäßig unter ihm stand und wusste, wer er war, sagte es ihm. Richthofen bestand darauf, ins Krankenhaus in Courtrai gebracht zu werden, da er die dortigen besseren medizinischen Einrichtungen gegen die verlorene Zeit abgewogen hatte. Der Arzt zuckte mit den Schultern und gab nach, und der Krankenwagen fuhr weiter.

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